Vietnam

1 Reiseartikel zu Vietnam finden Sie hier

Länderinformationen zu Vietnam:
Umgangsname Vietnam
Kontinent Asien
Offizieller Name Sozialistische Republik Vietnam
Fläche 326797 km²
Länderkürzel VN
Landesvorwahl 00 84
Top-Level-Domain vn
Hauptstadt Hanoi
Bevölkerung (in Mio.) 81

Bitte beachten Sie, dass diese Angaben möglicherweise nicht aktuell sind und lediglich als grobe Orientierung dienen

Landessprache Vietnamesisch
Deutsche Botschaften / Konsulate https://vietnam.diplo.de/vn-de
Tourism Board https://vietnam.travel/
Klima Subtropisch bis Tropisch
Währung Vietnamese Dong (VND)
Kurs der Währung 26.315,78947 : 1 EUR (0,00004 EUR : 1)

Bitte beachten Sie, dass die Währungskurse keine aktuellen Angaben sind,
sondern lediglich grobe Werte zur Orientierung darstellen!

Reise-Infos Vietnam:

Vietnam – zwischen alter Kultur, tropischen Landschaften und modernen Städten
Vietnam begeistert mit einer eindrucksvollen Vielfalt, in der sich jahrhundertealte Kultur, bewegte Geschichte und modernes Leben miteinander verbinden. Alte Tempel und Kaiserpaläste erzählen von vergangenen Dynastien, während Städte wie Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt mit ihrem lebhaften Treiben einen Eindruck vom heutigen Vietnam vermitteln. Entlang der langen Küste wechseln sich Sandstrände, Lagunen und eindrucksvolle Landschaften ab.

Von den Bergen im Norden über die historischen Städte Zentralvietnams bis zum fruchtbaren Mekong-Delta im Süden besitzt das Land eine außergewöhnliche landschaftliche Vielfalt. Reisfelder, tropische Wälder, Flüsse und Karstgebirge prägen weite Teile des Landes und machen eine Reise durch Vietnam zu einem abwechslungsreichen Erlebnis.

Hanoi und die Halong-Bucht
Die Hauptstadt Hanoi verbindet Tradition und Moderne auf besondere Weise. Der koloniale Einfluss ist ebenso sichtbar wie die jahrhundertealte vietnamesische Kultur. Besonders die verwinkelten Straßen der Altstadt, Pagoden und historische Gebäude geben der Stadt ihren unverwechselbaren Charakter. Zu den bekannten Sehenswürdigkeiten gehören der Literaturtempel, die Einsäulenpagode und der Bereich rund um das Ho-Chi-Minh-Mausoleum.

Am Abend vermittelt eine Aufführung des traditionellen vietnamesischen Wasserpuppentheaters einen Einblick in eine besondere Form der Volkskunst.

Von Hanoi führt der Weg zur berühmten Halong-Bucht im Norden des Landes. Hunderte von Kalksteininseln und bizarr geformte Felsen ragen aus dem Meer und bilden eine außergewöhnliche Landschaft. Besonders eindrucksvoll lässt sich die Inselwelt bei einer Bootsfahrt erleben.

Die Halong-Bucht gehört bereits seit 1994 zum UNESCO-Welterbe. 2000 wurde das Welterbegebiet erweitert und 2023 um den Cat-Ba-Archipel ergänzt. Heute trägt die Stätte den Namen Ha Long Bay – Cat Ba Archipelago und umfasst eine weitläufige Karstlandschaft mit zahlreichen Inseln und Inselchen.

Hue – die alte Kaiserstadt
Eine der bedeutendsten historischen Städte Vietnams ist Hue. Die ehemalige Kaiserstadt am Parfümfluss war von 1802 bis 1945 das Zentrum der Nguyen-Dynastie. Die Zitadelle mit der Verbotenen Stadt, prachtvolle Tore, Tempel und die kaiserlichen Grabanlagen erinnern an die Zeit der vietnamesischen Kaiser.

Eine Bootsfahrt auf dem Parfümfluss führt zu einigen der historischen Sehenswürdigkeiten der Umgebung. Besonders sehenswert sind die kaiserlichen Grabmäler und die Thien-Mu-Pagode, die zu den bekanntesten Wahrzeichen von Hue gehört.

Die Monumente von Hue wurden 1993 als erste Stätte Vietnams in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Über den Wolkenpass nach Hoi An
Von Hue führt eine landschaftlich reizvolle Strecke über den Wolkenpass in Richtung Da Nang und weiter nach Hoi An. Die Straße verläuft zwischen Bergen und Meer und eröffnet immer wieder schöne Ausblicke auf die Küste.

Hoi An gehört mit seinen gut erhaltenen historischen Gebäuden zu den schönsten alten Städten Vietnams. Die frühere Hafenstadt war über Jahrhunderte ein bedeutender Handelsplatz, an dem sich Einflüsse verschiedener Kulturen begegneten. Heute prägen enge Gassen, alte Handelshäuser, Pagoden und die berühmte Japanische Brücke das Stadtbild.

Die historische Altstadt von Hoi An wurde 1999 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Ebenfalls in Zentralvietnam liegt die Tempelstadt My Son, das religiöse und politische Zentrum des früheren Champa-Reiches. Die zwischen dem 4. und 13. Jahrhundert entstandenen hinduistischen Tempeltürme sind ein eindrucksvolles Zeugnis dieser untergegangenen Kultur.

Die Naturlandschaften Vietnams
Vietnam besitzt neben seinen Kulturdenkmälern auch eine beeindruckende Natur. Im Norden und in Zentralvietnam bestimmen Berge, Wälder und spektakuläre Karstlandschaften das Bild. Eine besondere Bedeutung besitzt der Phong-Nha-Ke-Bang-Nationalpark mit seinen gewaltigen Höhlen und unterirdischen Flussläufen. Das UNESCO-Welterbe wurde 2025 um den Nationalpark Hin Nam No in Laos erweitert und ist damit heute eine grenzüberschreitende Welterbestätte.

Der Cuc-Phuong-Nationalpark ist Vietnams ältester Nationalpark und bekannt für seine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Zu den besonderen Bewohnern des Schutzgebietes gehören die seltenen Delacour-Languren, die nur in Vietnam vorkommen.

Der Mekong und das Neun-Drachen-Delta
Im Süden Vietnams erreicht der Mekong nach seiner langen Reise durch Südostasien das Meer. Der Mekong gehört zu den längsten Flüssen der Erde und ist der längste Fluss Südostasiens. In Vietnam teilt er sich in zahlreiche Flussarme und Kanäle auf. Deshalb wird das Delta traditionell auch als Neun-Drachen-Fluss bezeichnet.

Das weit verzweigte Flusssystem bestimmt das Leben vieler Menschen. Obstgärten, Reisfelder, Fischfarmen und schwimmende Märkte prägen die Landschaft. Eine Bootsfahrt durch die schmalen Wasserwege des Deltas führt vorbei an kleinen Dörfern, tropischer Vegetation und traditionellen Häusern. Besonders bekannt sind die schwimmenden Märkte, darunter der Markt von Cai Rang.

Südvietnam und Ho-Chi-Minh-Stadt
Besonders deutlich zeigt sich der Wandel des Landes in Ho-Chi-Minh-Stadt, dem früheren Saigon. Die größte Stadt Vietnams verbindet koloniale Bauten mit modernen Hochhäusern, Märkten und einem ununterbrochenen Strom von Motorrädern und Rollern. Wer sich durch die belebten Straßen bewegt, erlebt die Dynamik des heutigen Vietnam unmittelbar.

Zu den bekannten Sehenswürdigkeiten gehören die kolonial geprägten Gebäude im Stadtzentrum, das Hauptpostamt, die Kathedrale Notre-Dame, der Ben-Thanh-Markt und das lebhafte chinesische Viertel Cholon.

Von Ho-Chi-Minh-Stadt führen Ausflüge in die ländliche Umgebung und in das Mekong-Delta. Dort zeigt sich ein anderes Vietnam mit kleinen Dörfern, Obstgärten, Reisfeldern und den zahlreichen Wasserwegen des Flusses.

Phan Thiet und die Sanddünen von Mui Ne
An der südlichen Zentralküste liegt Phan Thiet mit dem bekannten Badeort Mui Ne. Neben langen Stränden ist die Region vor allem für ihre ungewöhnlichen Sandlandschaften bekannt. Die roten und weißen Sanddünen erinnern an eine kleine Wüstenlandschaft und bilden einen reizvollen Gegensatz zum tropischen Grün der Umgebung.

Besonders bekannt sind die Weißen Sanddünen von Bau Trang sowie die Roten Sanddünen bei Mui Ne. Die Dünenlandschaft lässt sich bei Spaziergängen erkunden und bietet vor allem am frühen Morgen und bei Sonnenuntergang eindrucksvolle Lichtstimmungen.

Die beste Reisezeit für Vietnam
Eine einheitliche beste Reisezeit für ganz Vietnam lässt sich wegen der großen Nord-Süd-Ausdehnung des Landes nicht nennen. Das Klima unterscheidet sich teilweise deutlich zwischen Norden, Zentralvietnam und Süden.

Für Hanoi und die Halong-Bucht gelten besonders die Monate etwa von Oktober bis April als günstig. In Zentralvietnam, beispielsweise rund um Hue und Hoi An, bieten sich je nach Reiseziel insbesondere die trockeneren Monate an. Für Ho-Chi-Minh-Stadt und das Mekong-Delta ist die Zeit von etwa November bis April meist besonders angenehm.

Auch während der übrigen Monate kann Vietnam gut bereist werden. Die Regenzeit bedeutet nicht zwangsläufig tagelangen Regen; häufig wechseln sich kräftige Schauer mit sonnigen Abschnitten ab. Wer das gesamte Land bereisen möchte, sollte deshalb die unterschiedlichen regionalen Wetterbedingungen bei der Reiseplanung berücksichtigen.

UNESCO-WELTERBE IN VIETNAM
Vietnam besitzt derzeit neun UNESCO-Welterbestätten:

Monumente von Hue – Kulturdenkmal, aufgenommen 1993
Ha Long Bay – Cat Ba Archipelago – Naturdenkmal, aufgenommen 1994, erweitert 2000 und 2023
Altstadt von Hoi An – Kulturdenkmal, aufgenommen 1999
Heiligtum von My Son – Kulturdenkmal, aufgenommen 1999
Zentralbereich der Kaiserlichen Zitadelle von Thang Long in Hanoi – Kulturdenkmal, aufgenommen 2010
Zitadelle der Ho-Dynastie – Kulturdenkmal, aufgenommen 2011
Trang-An-Landschaftskomplex – gemischtes Kultur- und Naturerbe, aufgenommen 2014
Phong-Nha-Ke-Bang-Nationalpark und Hin-Nam-No-Nationalpark – Naturdenkmal, aufgenommen 2003 und erweitert 2015 sowie 2025
Komplex der Denkmäler und Landschaften von Yen Tu – Vinh Nghiem – Con Son, Kiep Bac – Kulturdenkmal, aufgenommen 2025.

Vietnam ist ein Land voller Gegensätze. Alte Kaiserstädte, Tempel und historische Handelsstädte treffen auf moderne Metropolen, während im Norden die bizarren Kalksteinfelsen der Halong-Bucht und im Süden die Wasserwege des Mekong das Landschaftsbild bestimmen. Eine Reise durch Vietnam führt damit nicht nur durch unterschiedliche Landschaften, sondern auch durch eine faszinierende Geschichte und eine lebendige Kultur, die bis heute überall im Land spürbar ist.